Was einst für Kopfschütteln und Spott sorgte, ist nun endgültig passé – die Gemeinde hat entschieden, auch dieses Jahr auf jegliche Lichterketten zu verzichten.
Schon 2022 wurden die Lichter aus Energiespargründen abgeschaltet. Damals war von einem vorübergehenden Verzicht die Rede. Jetzt ist klar: Die Gemeinde will sich die kostspielige Revision der alten Installationen sparen.
„Im 2022 hat die Gemeinde wegen der angekündigten Strommangellage und um ein Zeichen zu setzten, das erste Mal auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichtet. Danach wären mehrere Revisionsarbeiten an der bestehenden Weihnachtsbeleuchtung angestanden. Auf diese zusätzlichen Ausgaben hat man ebenfalls verzichtet und damit auf die Montage der zum Teil ‚umstrittenen‘ Weihnachtsbeleuchtung. Seit einigen Jahren schmückt nun ein beleuchteter Weihnachtsbaum den Kreisel im Zentrum von Bassersdorf.“
Das sagt Gemeindepräsident Christian Pfaller – und spielt damit direkt auf den zweifelhaften Ruf der früheren Lichter an.
Spott statt Sehnsucht
Die Bassersdorfer Weihnachtsbeleuchtung galt als die „hässlichste im Kanton Zürich“ – wenn nicht schweizweit. In sozialen Medien wurde sie regelmässig verspottet. Entsprechend verhalten ist die Trauer um ihr Ausbleiben: Manche Bürger sprechen von einem „Armutszeugnis“, andere sind erleichtert, dass das umstrittene Lichterwerk nicht zurückkehrt.
Facebook statt Festlichkeit
Auf Plattformen wie Facebook ist die Diskussion in vollem Gange. Einige fordern mehr Engagement der Gemeinde, andere wünschen sich kreative Lösungen von Vereinen oder Privaten. In Baltenswil klappe das – dort übernehme der Dorfverein die Organisation der Beleuchtung, so ein Kommentar.