Wie das Newsportal Inside Paradeplatz als erstes berichtet hat, setzt Migros Zürich den Rotstift an: Vier ihrer Outlet-Filialen werden per Anfang 2026 geschlossen – darunter auch jene in Eglisau und Bachenbülach.
Die betroffenen Outlets galten als Anlaufstellen für besonders preisbewusste Kundschaft. Verkauft wurden dort vor allem Restposten, Überbestände und Produkte aus der Migros-Industrie zu stark reduzierten Preisen.
Migros Zürich, die grösste Genossenschaft im Konzern, will das Format nun grundlegend neu ausrichten. Ziel sei es, sich künftig auf wenige Standorte zu konzentrieren, die gezielt Non-Food-Artikel aus dem Supermarkt-Sortiment abverkaufen.
Für 24 Mitarbeitende endet mit der Schliessung ihre bisherige Tätigkeit. Laut Migros erhalten sie jedoch Angebote, intern in Supermarkt-Filialen weiterzubeschäftigt zu werden.
Der Rückzug trifft das Zürcher Unterland hart: In Eglisau und Bachenbülach verlieren die Gemeinden nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit mit Tiefpreisgarantie, sondern auch Arbeitsplätze vor Ort.
Im Hintergrund stehen grössere Herausforderungen. Die Migros kämpft seit Monaten mit wirtschaftlichem Gegenwind und strukturellen Problemen. Besonders in Zürich, wo vor 100 Jahren die Geschichte des Konzerns begann, spitzt sich die Lage zu.
Während Discounter wie Aldi und Lidl mit immer neuen Expansionsplänen den Markt aufmischen, sucht die Migros nach einem zukunftsfähigen Kurs – auf Kosten der Outlets im Unterland.