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Region Bülach
28.11.2025

Spannung in Bassersdorf: Viel Bewegung im Gemeinderat – und eine Kampfwahl um das Präsidium

Bild: Bassersdorf
Neue Kandidatinnen und Kandidaten mischen die Ausgangslage auf

Bassersdorf steht vor einer hochspannenden Erneuerungswahl: Gleich mehrere neue Gesichter treten für den Gemeinderat an, während sich Christian Pfaller, der bestandende Gemeindepräsidten gegen den Mitte - Unternehmer Sascha Balmer-Bühler behaupten muss. Die vorläufigen Wahlvorschläge für die Amtsdauer 2026–2030 zeigen deutlich: Die politische Landschaft der Gemeinde könnte sich markant verändern.

Viele neue Kandidierende – frischer Wind im Parlament

Für den siebenköpfigen Gemeinderat – inklusive Präsidium – wurden neuen Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Auffallend ist die starke Durchmischung: Neben bewährten Kräften aus SP, FDP, SVP und Parteilosen treten auch mehrere Neuzugänge an.

Neue Kandidierende:

  • Sascha Balmer-Bühler (Die Mitte) – Unternehmer
  • Alexandra Lukas (FDP) – Verhandlungsleiterin
  • Linda Maduz (SP) – Politologin und Berufsschullehrerin
  • Biagio Rizzo (SVP) – Unternehmer und Tiefbauzeichner

Sie treffen auf erfahrene bisherige Mitglieder wie Adrian Hediger (SP), Daniel Hofmann (FDP), Christian Pfaller (SVP) und Richard Dunkel sowie Tim Gelmi, (parteilos), welcher das Rennen in der Ersatzwahl gegen Biagio Rizzo gewonnen hat.

Die Mischung aus politischen Routiniers und neuen Stimmen verspricht ein dynamisches Rennen – mit realen Chancen für Verschiebungen in der parteipolitischen Zusammensetzung.

Der aktuelle Gemeindepräsidten Christian Pfaller muss sich gegen den Mitte-Politiker Sascha Balmer-Bühler behaupten Bild: zVg

Kampfwahl um das Präsidium – Mitte gegen SVP

Für das Gemeindepräsidium kommt es zu einem direkten Duell zwischen zwei Unternehmern:

  • Sascha Balmer-Bühler (Die Mitte) – neu
  • Christian Pfaller (SVP) – bisher

Dieses Duell könnte für Bassersdorf richtungsweisend sein. Balmer-Bühler tritt als frisches Gesicht mit Mitte-Label an und will neue Akzente setzen. Pfaller hingegen will seine bisherige Arbeit fortsetzen und Bassersodorf politisch weiter stabilisieren.

Für die Wählerschaft bedeutet das: Die Frage, ob Bassersdorf künftig eher konsensorientiert-mittig oder bürgerlich-konservativ geführt wird, entscheidet sich an dieser Wahl.

Politische Gewichte könnten sich verschieben

Mit neuen Kandidierenden aus nahezu allen politischen Lagern und dem offenen Präsidium ist die Wahl so umkämpft wie seit Jahren nicht mehr. Besonders spannend wird sein, ob:

  • Die FDP mit dem Doppel-Ticket und einer neuen Kandidatin stärken kann
  • Die SP mit zwei Kandidierenden zulegen kann
  • Die SVP ihre Sitze verteidigt und das Präsidium hält
  • Die Mitte mit Balmer-Bühler erstmals wieder stärker in Bassersdorf Fuss fasst und sogar das Gemeindepräsidium stürmt
  • Die Parteilosen ihren Einfluss behalten können

Bassersdorf wählt – und es könnte ein politischer Neuanfang werden

Die Ausgangslage ist so offen wie selten. Neue Kräfte, taktische Allianzen und eine echte Kampfwahl um das Präsidium machen die Erneuerungswahlen 2026 zu einem wegweisenden und spannenden Urnengang.

pw
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